Fehler

Immer dann wenn ich etwas ändern möchte, tun möchte oder erleben möchte, werde ich Dinge tun, die man hinterher als „Fehler“ bezeichnen kann.

Allerdings kann ich ohne meine Fehler nicht wachsen, nichts erfahren, nichts erleben.

Zeige mir ein Menschen, der ein erfülltes Leben hatte ohne „Fehler“.

Ist „Fehler“ ein blöder Begriff?
Sollte es  besser „Impuls zu neuer Erkenntnis“ genannt werden? Oder „Weg zur Erkenntnis“, oder „schmerzhafte Erfahrung“…

Es gibt Menschen, die wurden als Kind so sehr für ihre „sogenannten“  Fehler getadelt, dass sie ihr ganzes Leben in einer Starre verbringen. Eine Art „nichts tun“ um nichts falsches zu tun. Oder nichts tun bis sie „perfekt“ sind (zumindest theoretisch).

Somit lernen Sie ständig um besser zu werden, getrauen sich aber nicht etwas erlerntes zu tun, denn das könnte ja schief gehen. Oder es gefällt anderen Menschen nicht.

Alles Gelernte ohne zu tun bleibt Erfolglos!

Erfolg ist tun, Erkenntnisse sammeln, anders tun aufgrund Erkenntnis bis zur nächsten Erkenntnis.

Das schlimmste was ich meinen Kindern antun kann, ist sie für Fehler zu tadeln.
Damit erzeuge ich Angsthasen und Nichtstuer…

Dennoch bin ich zornig, wenn sie den selben Mißt mehrmals verzapfen!

🙂

In Liebe zu einem „perfekten“ Menschen der es von sich selbst noch nicht glaubt.

Der „kleine Junge“ im Mann

Ich habe mir oft die Frage gestellt: „Was ist der Sinn des Lebens?“

Heute bin ich für MICH sicher, es geht für MICH darum einfach zu sein, zu kosten von den prächtigen Eindrücken und MEINE Gefühle zu erleben.

Auf dieser Reise, durch MEIN Leben, darf ich mir selbst bewußt werden. Ich darf meine Muster selbst durchschauen.

Ich begegnete & begegne immer wieder dem kleinen Jungen in mir. Oft will er einfach nur spielen und Abenteuer erleben.

Durcheinander war es mit dem Jungen immer dann, wenn er trotzig wurde oder wenn er sich selbst nicht gut genug gefunden hat. Wenn er besser werden wollte um zu beeindrucken. Wenn er Aufmerksamkeit & Anerkennung gesucht hat, nach der er sich so sehr gesehnt hat. Dazu war ihm jedes Mittel recht. Vor allem wenn er um die Gunst bestimmter Menschen gebuhlt hat.

In einer Nacht hatte ich einen Traum. Ich habe mich mit dem Jungen sehr lange getroffen. Er hat mir seine ganze Traurigkeit gezeigt, die er vorher immer gut vor der Welt versteckt hatte.

Ich habe ihm alles gegeben, was ihm so sehr fehlte. Bis er satt war. Plötzlich veränderte sich sein Gesicht. Die Traurigkeit verschwand. Er wirkt seit dem zufrieden. Ich bin froh mich mit dem Jungen versöhnt zu haben.

Ab und zu erinnert er mich noch an seine Existenz.

Es gibt etwas, was ich nie wieder vergessen möchte, was mir der kleine Junge gezeigt hat! Die Welt beobachten (im Augenblick) ohne über etwas nachzudenken, voll FOKUSIERT bei einer Sache sein. Daran erinnert er mich immer wieder.

Manchmal besucht er mich beim Autofahren, vor allem dann wenn die Straßen glatt sind, dann setzt er sich neben mich und schaltet die Hilfssysteme im Auto aus und will rutschen.

Er wird nie sterben. Er ist integriert und von mir gesehen.

Seitdem ich den Jungen bewußt getroffen habe, bin ich ein anderer Mann.

Solange der kleine Junge die Hauptrolle in meinem Leben spielte, konnte ich kein erwachsener Mann sein!

Ich bin dankbar für alle die Begegnungen im Leben, die mir den Weg zu dem Jungen ermöglicht haben.

Speziell die Begegnung mit einem anderen „kleinen Jungen“, der permanent mit dem spielen möchte, was ich schon (als Geschenk des Lebens) bekommen hatte, doch nicht achtete.

Jetzt ziehe ich aus dem Sandkasten aus, lasse Kinderkram zurück und verändere meine Position im Leben.

In Liebe zu mir & der Welt

Eric